Kreisverwaltung Wetterau

claim

Tag der offenen Grabung in Ober-Wöllstadt

Groß war das Interesse am Tag der Offenen Grabung in Ober Wöllstadt. Von links: die stellvertretende Landesarchäologin Dr. Sabine Schade-Lindig, Bernd Müller (ehrenamtlicher Mitarbeiter der Kreisarchäologie), Landrat Jan Weckler und Kreisarchäologie Dr. Jörg Lindenthal.

Mehr als 200 Besucher nutzten am Freitagnachmittag die Gelegenheit, sich direkt vor Ort über die zurzeit stattfindenden archäologischen Untersuchungen in Ober-Wöllstadt zu informieren. Landrat Jan Weckler betonte die Bedeutung der Wetterau als archäologisches Schwergewicht in der Region. „Die fruchtbare Wetterau ist schon seit 7.000 Jahren eine begünstigte Region, die Menschen anzieht, deshalb findet man auch allenthalben Spuren dieser Siedlungstätigkeit.“

Bereits zu Beginn der Veranstaltung konnten Landrat Jan Weckler und Bürgermeister Adrian Roskoni zahlreiche Gäste auf dem Gelände der Ausgrabungen begrüßen. Die stellvertretende Landesarchäologin, Dr. Sabine Schade-Lindig, die ihre Begeisterung für die bereits geleistete Arbeit ausdrückte, verdeutlichte die Notwendigkeit der archäologischen Untersuchungen im Vorfeld der zukünftigen Bebauung. Im Anschluss erläuterte Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal anhand von Plänen und Fotografien die bereits 2017 begonnenen Untersuchungen.

Funde aus Jungsteinzeit und Eisenzeit

Neben Hausgrundrissen aus der Jungsteinzeit – es konnten insgesamt drei Hausgrundrisse nachgewiesen werden – stand vor allem die Dokumentation zweier Grabgruppen der Eisenzeit im Vordergrund. Der überwiegende Teil der Gräber, von denen bisher über 40 dokumentiert wurden, datiert in die frühe Eisenzeit, die sogenannte Hallstattzeit. Hierbei stach vor allem eine Bestattung dieser Zeit hervor. Der Tote war neben 16 Tongefäßen, die an seinem Kopfende aufgestellt waren, mit einem eisernen Schwert, das ihn als Teil zumindest der örtlichen Elite ausweist, ausgestattet.

Nach der Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse hatten die Besucher die Möglichkeit, dem Grabungsteam bei ihrer Arbeit über die Schultern zu schauen. So konnte „live“ beobachtet werden, wie eine noch im Boden liegende Brandbestattung zeichnerisch dokumentiert wurde. Nur wenige Meter weiter wurden zeitgleich zwei Körperbestattungen mit Tongefäßen als Beigaben freigelegt. Ebenfalls beindruckend war der Blick auf einen kreisrunden Umfassungsgraben, der den Standort eines ehemaligen Hügelgrabes mit einem Durchmesser von gut 20 Metern markierte. Zum Abschluss des Rundganges konnte noch ein Blick auf einzelne, vor Ort geborgene Fundstücke, geworfen werden.

veröffentlicht am: 30.05.2018

15. und 16. Oktober: Fortbildung in der Ausländerbehörde

An beiden Tagen sind nur Kundengespräche mit einem bereits vereinbarten Termin möglich. Telefon: 06031/83-2535, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail. Am Donnerstag, 17. Oktober ist die Fachstelle wieder von 7.30 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Sonderfachdienst Kommunikation Europaplatz Gebäude B
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Michael Elsaß Telefon 06031 83-1400 Fax 06031 83-911400 E-Mail Michael Elsaß