Kreisverwaltung Wetterau

claim

Tag des offenen Denkmals in der Wetterau

Kreisbeigeordneter Matthias Walther und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bad Nauheim Manfred de Vries vor der im Bauhausstil errichteten Synagoge Bad Nauheim

Am Sonntag, dem 8. September, öffnen beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals alleine in Hessen mehr als 500 Denkmäler, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zu sehen sind, ihre Tore. Im Öffnet externen Link in neuem FensterWetteraukreis beteiligen sich neun Städte und Gemeinden mit insgesamt 29 offenen Denkmälern an dieser Aktion, die weltweit stattfindet.

„Der Wetteraukreis hat ein reiches kulturelles Erbe. Der Tag des offenen Denkmals ist jedes Mal eine hervorragende Gelegenheit, dieses Erbe zu besichtigen und wertzuschätzen“, wirbt Kreisbeigeordneter und Denkmalschutzdezernent Matthias Walther für den Besuch am zweiten Sonntag im September.

Das Programm an diesem Sonntag lädt ein zu einem Spaziergang auf historischen Spuren. Wer mag, kann sich anhand des Programms einen ganz eigenen Besuchstag zusammenstellen. Das diesjährige Thema beim Tag des offenen Denkmals lautet: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“.

Ein Umbruch in Kunst und Architektur gab es beispielsweise in Bad Nauheim, wo an diesem Tag vier Badehäuser zu besichtigen sind, dazu die Jugendstil-Trinkkuranlage und der Sprudelhof in Bad Nauheim, das größte geschlossene Jugendstil-Ensemble Europas.

In Bad Nauheim öffnet darüber hinaus die Russisch-Orthodoxe Kirche, ursprünglich als evangelische Kirche gebaut und seit über 100 Jahren als orthodoxe Kirche genutzt. Die Ikonostase ist das Juwel der Russischen Kirche und gilt im westlichen Europa als einmalig.

Etwas Besonderes ist auch die Synagoge, 1928 in dem Stil erbaut, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, dem Bauhausstil. Vor einigen Jahren wurde bei der Renovierung die ursprüngliche Farbgebung wiederhergestellt. Die Sanierung der Mikwe wurde ebenfalls als Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz abgeschlossen.

Die dritte Kirche in Bad Nauheim ist die Dankeskirche, die an diesem Tag ihre Tore öffnet. Der Name erinnert an das Geschenk Gottes, nachdem der große Sprudel 1846 ausgebrochen war.

Bad Nauheim ist definitiv das Zentrum beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals im Wetteraukreis. Zehn Veranstaltungen gibt es hier auf engstem Raum. Der Windmühlenturm bei den Gradierwerken und das Alte Schäferhaus in der Steinfurther Hauptstraße sind weitere Attraktionen in Bad Nauheim.

In Butzbach öffnen die evangelische Markuskirche und die katholische Kirche St. Gottfried am Tag des offenen Denkmals ihre Türen sowie das Solmser Schloss, dessen Bau in das 15. Jahrhundert zurückreicht.

Ähnlich weit in die Geschichte zurück reichen die Bauwerke, die in Büdingen zu sehen sind. Neben dem Heuson-Museum von 1454, das Große Bollwerk mit Hexenturm und der Rote Turm.

Noch einmal hundert Jahre älter ist der Adolfsturm in Friedberg, von dessen Aussichtsplattform sich ein herrlicher Blick über die Wetterau bietet.

Bürgerschaftliches Engagement hat Anfang des 20. Jahrhunderts zum Bau des Friedberger Hallenbades geführt. Nach Einstellung des Badebetriebes im Jahre 1980 führte das Jugendstilbad einen Dornröschenschlaf, aus dem es abermals durch bürgerschaftliches Engagement geweckt wurde. Die Gesellschaft der Freunde Theater Altes Hallenbad bietet in der Zeit von 11 bis 14 Uhr bei Bedarf Führungen durch das Gebäude an und berichtet über den Stand der Renovierungsarbeiten.

Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt die Friedberger Mikwe, die größte erhaltene mittelalterliche Großmikwe in Europa. Das Ritualbad ist am Tag des offenen Denkmals von 10 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Weiterhin werden in der Friedberger Kreisstadt die St.-Georgs-Kapelle, aus dem frühen 18. Jahrhundert, und der einige Jahre später errichtete St.-Georgs-Brunnen präsentiert.

In Gedern lädt die Burg Moritzstein mit eigenen Veranstaltungen für Kinder ein.

Etwas ganz Besonderes ist der Kurpark mit Kuranlagen im malerischen Bad Salzhausen. Der zu Nidda gehörende Stadtteil präsentiert einen romantischen Landschaftspark im englischen Stil aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Ein Industriedenkmal von bundesweiter Bedeutung ist der Basaltlavasteinbruch in Nidda-Michelnau. Vor allem der große Holz-Derrick-Kran ist eine Besonderheit.

In Niddatal öffnet am Tag des offenen Denkmals das Kloster Ilbenstadt, aus dem frühen 12. Jahrhundert, ihre Türen.

In Ranstadt gibt es drei Veranstaltungen, zwei davon beschäftigen sich mit dem Thema Mühlen. Zum einen werden in der Erlebniswelt Mühlen, in der Dorfmitte in Dauernheim, 50 Mühlenmodelle vorgestellt. Zum anderen zeigt Manfred Egloff, Ober-Mockstadt, in der Breulstraße 11, ebenfalls 50 Mühlenmodelle, die nach historischen Unterlagen und Vorlagen gebaut wurden, sowie über 100 Kaffee-, Gewürz-, Getreide-, Mohn- und Nussmühlen in seiner Ausstellung.

Wer sich eher für die Bedeutung von Felsenkellern und den Weinbau in der Wetterau interessiert, hat Gelegenheit zu einer Führung und Besichtigung der historischen Felsenkeller aus dem 16. bis 19. Jahrhundert in Ranstadt-Dauernheim.

Schließlich gibt es in Rockenberg das ehemalige kurmainzische Kellereigebäude (Rotes Haus) zu besichtigen.

„Denkmale sind ein Teil unserer kulturellen Identität. Sie zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten, ist uns ein wichtiges Anliegen. Der Tag des offenen Denkmals ist ein echter Feiertag für alle kulturinteressierten Menschen, ein Tag, an dem man sich Zeit nimmt, um mehr über bedeutende Sehenswürdigkeiten unserer Städte und Gemeinden zu erfahren“, so Kreisbeigeordneter Matthias Walther.

veröffentlicht am: 02.09.2019

24. Oktober: Fortbildung in der Ausländerbehörde

An diesem Tag werden keine Kundengespräche stattfinden. Am Freitag, 25. Oktober ist die Fachstelle wieder von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr erreichbar.

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Sonderfachdienst Kommunikation Europaplatz Gebäude B
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Michael Elsaß Telefon 06031 83-1400 Fax 06031 83-911400 E-Mail Michael Elsaß