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Ulrike Obenauer stellt im Friedberger Kreishaus aus

Hier bestimmt die Form Quadrat die Arbeit. Der quadratische Rahmen zwingt auf die Reduzierung auf das Wesentliche sagt Ulrike Obenauer links im Bild. Rechts: Ronka Nickel und Kreisbeigeordnete Stephanie Becker Bösch.

Zum dritten Mal stellt die Ortenberger Metallbildhauerin Ulrike Obenauer im Friedberger Kreishaus aus. Nach den Ausstellungen „Gebranntes Blech – Metallenes“ im Jahr 2001, „Störung und Chance“ im Jahr 2011 ist die aktuelle Ausstellung mit „ZUSAMMENHÄNGE(N)“ betitelt.

Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch eröffnete die Ausstellung, mit der sich ein Kreis schließe, der einerseits die Vielfalt der Kunst, aber auch die Entwicklung der Künstlerin Ulrike Obenauer aufzeige. „War es in den ersten Jahren Kunsthandwerk oder künstlerisches Handwerk, so ist es heute Kunst, die sich des Handwerks bedient, die Ulrike Obenauer virtuos und professionell beherrscht.“

Die Einführung in das Werk von Ulrike Obenauer übernahm die Ortenberger Schauspielerin Ronka Nickel. In ihrer launigen Ansprache zeichnete sie Obenauers künstlerischen Weg nach, der bei der Schaffung von Nützlichem begann und jetzt angekommen ist bei „Abstraktem“, was quasi nix kann, aber genau betrachtet werden will.

„Neugier auf ganz viel“

Ulrike Obenauer, so Ronka Nickel, lasse in ihren Arbeiten ihre grundsätzliche Neugier auf ganz viel hineinfließen. Neugier auf das Äußere, auf die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie Metall, Papier, Leinwand, Holz, Nägel, Graphit, Tusche, Tinte, Kunstfell, Rost, aber auch Neugierde nach innen, auf den kreativen Prozess, von dem sich Ulrike Obenauer immer wieder überraschen lässt.

Ein neuer Aspekt an den Arbeiten von Ulrike Obenauer ist die bewusste Unschärfe in den abstrakten Arbeiten. Die gezeigten Skulpturen könnten völlig unterschiedlich gesehen und gedeutet werden, von rein gegenständlich bis hin zu völlig abstrakt.

Eine Frage, die Ulrike Obenauer immer wieder begegnet, hat Ronka Nickel denn auch endgültig und höchst lakonisch beantwortet: „Wie kommt man als Frau zu der schweren Metallarbeit?“

Antwort von Ronka Nickel: „Weil Ulrike Obenauer das so wollte und deshalb erlernte. Frauen lernen ja auch Bus fahren, Schlagzeug spielen und Bundeskanzler. Warum also nicht das Schlossern, Schweißen und Flexen.“

Und wie gut Ulrike Obenauer das kann, das können Besucherinnen und Besucher noch bis zum 30. April während der Öffnungszeiten des Friedberger Kreishauses, im Gebäude B (Erdgeschoss), montags bis mittwochs, von 7:30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12:30 Uhr bewundern.

Musikalisch umrahmt wurde die erste Kunstausstellung im Friedberger Kreishaus in diesem Jahr von Leonie Minor. Die 16 Jahre alte Schülerin der Musikschule Butzbach begeisterte an der Harfe mit Stücken von Georg Friedrich Händel und einem modernen brasilianischen Jazzstück, für das sie von den rund 50 Besucherinnen und Besuchern begeisterten Applaus erhielt.

veröffentlicht am: 21.03.2018

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