Kreisverwaltung Wetterau

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Unterhaltsvorschuss – mehr Berechtigte, aber aufwändige Bearbeitung

Stephanie Becker-Bösch und Julia Schreiter vom Fachbereich Jugend und Soziales

Mehr als 1.000 Anträge auf Unterhaltsvorschuss wurden in den letzten Monaten in der Wetterauer Kreisverwaltung bearbeitet. Ein Berg voll Arbeit, der nach einer Gesetzesänderung entstanden ist.

Seit dem 1. Juli 2017 gelten die Regelungen des Unterhaltsvorschusses auch für Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren. „Was prinzipiell eine gute Entscheidung ist und Alleinerziehende besser stellt, hat für die Verwaltung erhebliche Auswirkungen, weil der Prüfungsaufwand immens und die Abstimmung mit den Jobcentern aufwändig ist“, erläutert Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

Größtes Manko des Gesetzes ist nach Ansicht der Wetterauer Sozialdezernentin, dass der Unterhaltsvorschuss mit den Leistungen von Hartz IV verrechnet wird. Das bedeutet, dass Alleinerziehende häufig nicht von den Neuregelungen profitieren. Bundesweit seien fast 90 Prozent der Alleinerziehenden auf Hartz IV angewiesen. Deshalb ist es am Ende mehr als fraglich, wie viel mehr Geld sie am Ende mehr zur Verfügung haben.

Auch das ist ein Grund dafür, dass von den 1.015 gestellten Anträgen 391 abgelehnt werden mussten. Teilweise kam es zu sehr langen Bearbeitungsdauern. Die Antragsbearbeitung dauert mindestens vier Wochen. „Das ergibt sich allein schon aus den Fristen, die wir Zahlungspflichtigen geben müssen, etwa den säumigen Vätern“, erklärt die Sozialdezernentin.

Antragsberechtigte müssen ebenfalls Unterlagen vorlegen, was nicht immer zeitnah geschieht. „Zudem kommt die hohe Zahl der Anträge, die die Bearbeitungszeit leider noch weiter verlängert hat, obwohl wir mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt haben“, sagt Becker-Bösch.

Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch gibt sich jedoch optimistisch, dass der größte Berg jetzt abgebaut ist. „Vieles hat sich eingependelt. Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in die schwierige Materie eingearbeitet, so dass die Bearbeitungszeit jetzt nach und nach zurückgeht.“

veröffentlicht am: 28.03.2018

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