Kreisverwaltung Wetterau

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Vom Dorheimer Streifling bis zum Wendehals

Von links: Vorsitzender Joachim Arnold mit den Vorstandsmitgliedern Udo Schädel für den Bereich Naturschutz, Andrea Rahn-Farr und Michael Schneller von der Mitgliedergruppe Landwirtschaft und der Wöllstädter Bürgermeister Adrian Roskoni von der Mitgliedergruppe Kommune.

Seit 1984 ist der Öffnet externen Link in neuem FensterNaturschutzfonds Wetterau e.V. einer der Hauptakteure was Naturschutz und Landschaftspflege angeht. Bei seinem letzten Treffen ging es neben grundlegenden Themen wie Abrechnung, Entlastung des Vorstandes und Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr vor allem um laufende und künftige Projekte des Fonds.

So beteiligte sich der Naturschutzfonds Wetterau e.V. an der konzeptionellen Entwicklung des „Hauses an den Salzwiesen“ in Ortenberg. Der Naturschutzbund (Nabu) Wetterau errichtet hier ein Info- und Mitmachzentrum. Auch Beweidungsprojekte mit Schafen, vorzugsweise alten Nutztierrassen und Rindern wurden im Kreisgebiet realisiert. Mit der extensiven Beweidung wird so der Artenreichtum der Flächen gefördert.

Auf dem Plan steht für die drei kommenden Jahre auch wieder das altbewährte Projekt „Bio-Apfel“, gemeinsam mit der Kelterei Rapps. Ökologisch angebaute Äpfel der Wetterau werden über den Naturschutzfonds direkt an die Kelterei vermarktet. Für die Erzeuger rentiert sich dies, denn dank der Arbeit des Naturschutzfonds können sie sich über ein gehobenes Preisniveau freuen. Am Ende profitiert aber vor allem der Naturschutz, sind doch die Wetterauer Streuobstwiesen in ihrer Existenz stark gefährdet, denn mangelnde Pflege und Nutzung der Streuobstgebiete bedeuten für viele Arten einen massiven Rückgang. Davon sind nicht nur Insekten betroffen, für die die Streuobstflächen wichtig sind. Auch alte Apfelsorten wie der „Dorheimer Streifling“ sind nicht mehr häufig zu finden, Tierarten wie der Wendehals, Grünsprecht, Gartenrotschwanz und Steinkauz sind auf die Streuobstwiesen der Wetterau angewiesen. Die Mitglieder des Naturschutzfonds sind sich der Bedeutung der Streuobstwiesen bewusst und wollen sich auch weiterhin gemeinsam für ihren Erhalt und ihre Pflege einsetzen.

Der Naturschutzfonds Wetterau e.V.

Vorstand und Mitgliedschaft kommen zu je einem Drittel aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen. Neben 24 von 25 Wetterauer Kommunen und dem Wetteraukreis sind mehr als 60 Natur-und Umweltschutzgruppen, der Kreisbauernverband, der Maschinenring und viele weitere Unternehmen Mitglied im Fonds.

veröffentlicht am: 27.08.2018

Wetteraukreis

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