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Vorbereitungen für Mundartwettbewerb laufen auf Hochtouren

Landrat Jan Weckler mit dem Buch „Wetterauer Plattschwätzer“, in dem die Beiträge der fünf ersten Mundartwettbewerbe gesammelt sind.

Dieser Tage wurde der Internationale Tag der Muttersprache gefeiert. Ende Februar wird daran erinnert, dass vielen Sprachen auf dieser Welt das Aus droht, weil sie immer weniger gesprochen werden. Mit dem Internationalen Tag der Muttersprache soll an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache erinnert werden, aber auch die Sprachenvielfalt und der Gebrauch der Muttersprache gefördert und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Tradition gestärkt werden.

„Die Muttersprache ist die Sprache, die das Kleinkind zuerst von der Mutter hört und übernimmt, immer weniger ist sie dialektgefärbt. Die Gründe dafür sind in unserer hochmobilen Gesellschaft zu suchen, in der der regionale Dialekt längst nicht mehr von allen verstanden wird, wie es vor wenigen Jahrzehnten noch üblich war. Der Wetteraukreis veranstaltet in diesem Jahr schon zum siebten Mal seinen Mundartwettbewerb. Ein Wettstreit um die schönsten, lustigsten oder auch nachdenklichsten Geschichten, vorgetragen in Mundart“, erläutert Landrat Jan Weckler.

Dabei sind die Unterschiede der Mundart regional durchaus sehr verschieden. Das Florstädter Mundarturgestein Erika Werner hat vor einigen Jahren ein Wörterbuch für die Stadt Florstadt herausgebracht und dabei festgestellt, dass es für viele Begriffe in den Stadtteilen ganz unterschiedliche Bezeichnungen gibt. Gerade wenn es um Stimmungen und Gefühle geht, lassen die sich in Mundart weit besser ausdrücken als im formellen Hochdeutsch.

„Das ist schade, denn mit dem Verlust der Mundart geht uns auch ein Stück Kultur verloren“, sagt Landrat Jan Weckler, der für die Teilnahme am Wetterauer Mundartwettbewerb wirbt.

Der Wetterauer Mundartwettbewerb findet am Samstag, dem 15. Juni 2019, um 19 Uhr, im Bürgerhaus in Ortenberg/Gelnhaar statt.

Wer sich mit seinem Beitrag dem Publikum stellen möchte, sollte dabei eigene oder fremde Texte vortragen. Der Zeitrahmen soll zwischen drei und fünf Minuten liegen. Einsendungen müssen zuvor in Mundart und in Hochdeutsch, möglichst als Word-Dokument eingereicht werden, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 26. April 2019.

Eine Jury wird unter den Einsendungen die Texte auswählen, die dann einem größeren Publikum präsentiert werden. Das Publikum stimmt dann über ihre Favoritinnen und Favoriten ab. Die besten drei Beiträge werden mit der Skulptur des Plattschwätzers ausgezeichnet. Die Skulptur hat die Bleichenbacher Metallbildhauerin Ulrike Obenauer geschaffen.

Landrat Jan Weckler ruft alle Plattschwätzerinnen und Plattschwätzer auf, sich an der Veranstaltung zu beteiligen, „die sprachlichen Schätze unserer Heimat zu bewahren und einen Beitrag für einen humorvollen Heimatabend zu leisten.“

veröffentlicht am: 26.02.2019

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