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Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft weiter sehr erfolgreich

Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und dem Team von Regionale Dienstleistungen Wetterau.

Eine Ausbildung oder eine Qualifizierung für eine Tätigkeit im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Erziehung oder im sonstigen medizinischen oder sozialen Bereich aufzunehmen – diese Perspektive haben Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund durch das Projekt „Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“. Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch besuchte den Kurs in Büdingen.

Der Fachkräftemangel in sozialen Berufen wie der Altenpflege wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Zugleich stellt die Integration von Geflüchteten eine große Aufgabe dar. An diesem Punkt knüpft das Projekt „Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“ an. Das Projekt eröffnet geflüchteten Menschen Wege, eine Ausbildung im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege oder Erziehung aufzunehmen und als Zwischenschritt den Hauptabschluss zu erwerben.

Seit letztem Jahr findet ein Kurs bei RDW Regionale Dienstleistungen Wetterau als Bildungs- und Beschäftigungsträger in Büdingen statt. Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch war zu Besuch bei einem der Kurse, um mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Ob aus Syrien. Afghanistan oder Eritrea – hier lernen alle zusammen. „Ich stamme aus Syrien. Dort habe ich als Lehrer in einer Grundschule gearbeitet, bevor ich nach Deutschland flüchten musste. Ich hatte hier kaum eine Perspektive, bis ich in das Projekt gekommen bin. Mein Abschluss wird hier zwar nicht anerkannt, aber bis jetzt habe ich schon zwei Praktika gemacht. Ich würde gerne als Bademeister arbeiten“, erzählt Hakim.

Stephan Kunz, Pädagogischer Leiter des RWD, erklärt das Vorgehen: „Wir sind zwar eine kleine Gruppe, aber dafür sehr engagiert. Der Kurs läuft sehr gut. Neben Deutsch werden auch Mathematik und Computerkenntnisse vermittelt. Jeder Teilnehmer absolviert drei Praktika im Laufe des Kurses. Ziel ist, dass jeder einen Einblick in die verschiedenen Bereiche erhält. Der nächste Schritt ist dann die Erlangung eines Abschlusses und die Berufsausbildung. Der Weg ist zwar lang, aber der Wille ist groß und das Ziel lohnenswert.“

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in breiter Kooperation von  Wetteraukreis, Landkreis Gießen, Jobcenter, den Fachschulen für Altenpflege, Krankenpflege und Sozialwesen. Träger der Qualifizierungsmaßnahmen sind die lokalen Bildungs- und Beschäftigungsträger FAB gGmbH für Frauen Arbeit Bildung und Regionale Dienstleistungen Wetterau – Trockendock e.V.

„In diesem Projekt geht es nicht nur um Integration, sondern auch darum, den Fachkräftemangel in sozialen Berufen ein stückweit entgegenzutreten“, so Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch bei ihrem Besuch in Büdingen. „Außerdem zeigt das Projekt, dass auch nach Flucht oder Vertreibung eine neue Zukunft, ein neuer Anfang, planbar, machbar und umsetzbar sind.“

veröffentlicht am: 11.06.2019

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