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Wichtiges Gedächtnis der Kommune - Gambacher Heimatmuseum

Heimatpfleger Hagen Vetter, Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler und Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer beim Besuch des Heimatmuseums in Münzenberg-Gambach.

Im Rahmen der Kreisserie „Am Wochenende ins Museum“ hat Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler am vergangenen Sonntag das Heimatmuseum in Münzenberg-Gambach besucht. Mit dabei war auch Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer und zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die sich an diesem Sonntag von Heimatpfleger Hagen Vetter führen ließen.

Das Heimatmuseum ist im zweiten Obergeschoss des historischen Rathauses in der Gambacher Hauptstraße untergebracht. „Hier in diesem Gebäude, nur einen Stock tiefer, war einst der Gerichtssaal. Hier wurden genau vor 300 Jahren die Todesurteile für drei Frauen gesprochen, die man der Hexerei bezichtigt hatte. Anna Regina Scheidt, Katharina Schöffer und Katharina Ratz, als „Ratzkathrein“ im Gedächtnis der Region erhalten geblieben, wurden öffentlich auf dem Galgenberg zwischen Gambach und Griedel bei lebendigem Leib verbrannt. Es waren die letzten Todesurteile gegen „Hexen“, die in Hessen ausgesprochen wurden. Das macht das Schicksal der drei Frauen umso tragischer.

Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler und die anderen Besucher zeigten sich fasziniert von der Breite der Ausstellung in dem kleinen Museum. Besonders faszinierend ist der „Glockenbechermann“, ein 4.500 Jahre altes Skelett eines etwa 40-jährigen Gambachers, der im Jahre 2003 bei Ausgrabungen in einem Neubaugebiet entdeckt wurde.

Allerlei zu sehen gibt es auch in der Heimatstube des Museums, in der die Themen Kindheit, Schule, Hochzeit, Feier, Vergnügen, Haushalt und Waschtag präsentiert werden. „Die einfachen Leute hatten ein schweres Leben und haben sich wahrhaftig im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdient. Wir können froh sein, dass wir viele dieser Arbeiten heute leichter erledigen können“, so Erster Kreisbeigeordneter Weckler.

veröffentlicht am: 29.01.2018

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