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Wohnen im 700 Jahre alten Assenheimer Propsteihof

Denkmalschützer Gustav Jung, Joerg Weber vom Probsteihof mit Stephanie Becker-Bösch.

Nach langer Renovierung, Restaurierung und Sanierung glänzt der Probsteihof wieder als liebevoll saniertes Wohnensemble. Stephanie Becker-Bösch war zu Besuch gemeinsam mit dem auf Denkmalschutz spezialisierten Architekten Gustav Jung.

Die Wohnungen der alten Propstei haben schiefe Wände, verschiedene Deckenhöhen und verwinkelte Ecken, auch mal fünf Ebenen auf zwei Stockwerken. Zum Teil sind die Räume mit historischen Terrakotta-Böden oder massivem Eichenparkett ausgestattet, ein alter Kachelofen strahlt seinen eigenen Charme und Charakter aus. Hier wurde nicht mit Material aus dem Baumarkt gearbeitet. Baumaterial, das man sich selbst zusammensucht aus anderen alten Gebäuden, die nicht mehr genutzt werden, ist nicht nur individuell, sondern auch günstig.

Auch der Denkmalschutz ist froh, dass sich engagierte Menschen des historisch bedeutsamen Gebäudes angenommen haben, das einst zum Kloster Ilbenstadt gehörte und mit der Oberpforte das Eingangstor der Stadt bildete. In einer Wohnung wurde ein kleines Kunstwerk entdeckt – eine Wandmalerei aus dem 17. Jahrhundert. Die aufgemalten Blumen stammen noch aus der Renaissance.

Die Idee einer Hofgemeinschaft, in der alle mit anpacken, gemeinsam kochen oder den Schrebergarten außerhalb des Ortes beackern, wurde hier in die Realität umgesetzt. Nach jahrelanger aufwändiger Sanierung leben heute in der alten Probstei 17 Menschen in fünf Wohnungen. Ziel ist es, nicht nur zusammen zu wohnen, sondern vollständig zusammen zu leben. Eigene Räume bieten Rückzugsort, doch auf das Gemeinschaftsleben legt jeder, der hier wohnt, einen hohen Wert.

„Das ganze Ambiente strahlt einen Charme aus, ein besonderer Lebensraum für Menschen, die diesen speziellen Ort zu schätzen wissen. Das gemeinsame Leben in der alten Probstei ist auch gemeinschaftliches Leben. Ich bin begeistert von dem, was hier bereits alles gestaltet wurde. Ein Ort, an dem man sich wirklich wohlfühlen kann. In unserer schnelllebigen Gesellschaft, die immer älter wird, da müssen wir keine demografischen Zahlen bemühen, finde ich Ihren Weg des gemeinschaftlichen Lebens einen sehr innovativen Ansatz. In unserer Wetterau kann man gut leben, viele wunderschöne Hofreiten können nach dem gleichen Ansatz, wie hier, genutzt werden, um die verschiedenen Generationen unter einem Dach zusammenzubringen. Zusammen Wohnen und zusammen Wirken ist mehr als ein reines Generationenwohnprojekt, hier ist auch der gemeinschaftliche Geist handlungsleitend und die alte Bausubstanz erstrahlt in neuem Glanz. Ich komme gerne wieder, vielleicht zu einer der Veranstaltungen im nächsten Jahr“, verabschiedet sich Stephanie Becker-Bösch.

veröffentlicht am: 13.03.2018

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