Kreisverwaltung Wetterau

claim

Würdigung für Friedrich Ludwig Weidig

Drei Männer vor Vitrinen mit historischen Exponaten

Landrat Jan Weckler zusammen mit Dr. Dieter Wolf und Butzbachs Bürgermeister Michael Merle.

Im Rahmen seiner Museumsbesuche hat Landrat Jan Weckler dieser Tage das Museum Butzbach besucht. Im Mittelpunkt stand das Leben und Wirken von Friedrich Ludwig Weidig.

„Friedrich Ludwig Weidig war ein Vorkämpfer von Demokratie, von Meinungsfreiheit und Parlamentarismus. Ihm und anderen Vorkämpfern der Demokratie, wie etwa Georg Büchner, haben wir die Freiheiten zu verdanken, die manche heute gelegentlich etwas achtlos und gering schätzen. Während vor knapp 200 Jahren Menschen noch dafür gestorben sind, wählen zu dürfen, wird dieses Recht heute zum Teil nur noch von der Hälfte der Wahlberechtigten genutzt“, bedauert Landrat Jan Weckler.

Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Weidig und Büchner sind aktueller denn je. Die Demokratie scheint teilweise wieder gefährdet zu sein. Es gibt Bestrebungen, ob von rechts, von links, religiös begründet oder anderen Motivationen heraus, diese Freiheiten einzuschränken. „Wir müssen uns immer wieder darüber klar werden, dass unsere freiheitlich demokratische Grundordnung keine Selbstverständlichkeit ist. Sie basiert auf dem Kampf von Generationen, von mutigen Demokraten, und sie braucht heute und auch morgen noch das deutliche Eintreten für diese Errungenschaften“, so Weckler weiter.

Friedrich Ludwig Weidig, 1791 geboren, kam nach seinem Theologiestudium im Jahre 1811 nach Butzbach, wo er bis 1834 als Lehrer wirkte. Weidig war Mitbegründer und Schriftführer der „Teutschen Gesellschaft“, einer kritischen Lesegesellschaft, und er war durch den engen Kontakt mit anderen Demokraten Mitvorbereiter und Mitorganisator des Hambacher Festes, das als Höhepunkt der bürgerlichen Opposition in der Zeit der Restauration gilt.

1835 wurde Weidig in Haft genommen und wegen seines Einsatzes für Demokratie und Pressefreiheit fast zwei Jahre unter schlimmsten menschenverachtenden Bedingungen in Untersuchungshaft gehalten. 1837 setzte er seinem Leben selbst ein Ende. „Er war“, so Landrat Jan Weckler, „ein Märtyrer der Demokratie und ist heute noch ein großes Vorbild für unser Land.“

Den Besucherinnen und Besuchern, die auf Einladung von Landrat Jan Weckler und Bürgermeister Michael Merle das Museum besuchten, konnte Museumsleiter Dr. Dieter Wolf einen lebendigen Eindruck vom Leben und Wirken Friedrich Ludwig Weidigs geben.

Das, was in den letzten Jahren im Butzbacher Museum aufgebaut wurde, ist vor allem der Verdienst des im kommenden Jahr aus dem Dienst scheidenden Museumsleiters Dr. Wolf. „Er hat aus diesem Museum aus kleinen Anfängen ein bedeutendes Museum gemacht und hat sich bleibende Verdienste um das Museum und um die Stadt Butzbach erworben“, betonte Bürgermeister Michael Merle.

Dr. Dieter Wolf verfügt über ein enzyklopädisches Wissen über Weidig und die Geschichte der Stadt Butzbach, von den frühesten Anfängen bis in die Neuzeit, mit dem er die Besucherinnen und Besucher immer wieder begeistert. „Ich glaube, man könnte Dr. Wolf zu jeder Tages- und Nachtzeit ansprechen und er könnte aus dem Stegreif heraus ausführliche informative Vorträge über alle möglichen Epochen der Butzbacher Geschichte halten“, so Landrat Jan Weckler.

Das Butzbacher Museum ist eine wichtige Perle in der breiten und bunten Museumslandschaft der Wetterau. Museen, die immer wieder einen Besuch lohnen und zu neuen Entdeckungen einladen.

veröffentlicht am: 13.12.2019

Am 16. Juli kein Publikumsverkehr bei der Waffen- und Jagdbehörde

Am Donnerstag, 16. Juli stellt die Waffen- und Jagdbehörde die IT-Anwendung um. Die Wartungsarbeiten werden mehrere Stunden dauern, daher kann an diesem Tag kein Publikumsverkehr stattfinden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nur telefonisch erreichbar.

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachdienst Kommunikation Europaplatz Gebäude B
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Michael Elsaß Telefon 06031 83-1400 Fax 06031 83-911400 E-Mail Michael Elsaß