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Zuwendungsbescheide für Tagesmütter

Von links: Tanja Speth, Linda Tannebaum, Manuela Lulka und Cynthia Barker zusammen mit Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide.

Tagesmütter, die Kinder betreuen, können für Renovierungsarbeiten und für die Ausstattung ihres Hauses Kosten geltend machen. „Für Renovierungsarbeiten können bis zu 1.500 Euro, für die Ausstattung pro Kind bis zu 500 Euro genehmigt werden. Die Zuschüsse decken zwar nicht die gesamten Kosten, sind aber ein wichtiger Beitrag für die Finanzierung solcher Arbeiten und der Anschaffung von notwendigen Einrichtungsgegenständen“, sagt die Wetterauer Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

Vier Tagesmüttern hat Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch dieser Tage den Zuwendungsbescheid überreicht. Die meisten von ihnen betreuen jeweils fünf Kinder. Viele Kinder kommen etwa um das erste Lebensjahr, meist ein paar Wochen bevor der Erziehungsurlaub zu Ende geht, um die Eingewöhnung zu erleichtern.

„Unsere Arbeit ist kein Beruf, eher eine Berufung“, sagt Tanja Speth aus Wölfersheim. „Ein Beruf, der eigentlich gleich tausend Berufe innehat. Man ist Koch und Seelsorger, man ist Clown, Freund, Dichter, Sänger und manchmal alles auf einmal.“ Eine Arbeit, die viel Freude macht, wie die Frauen im Gespräch mit Sozialdezernentin Becker-Bösch berichten und von der auch die eigenen Kinder profitieren, „auch wenn zu Beginn Eifersucht durchaus eine Rolle spielt.

Wichtig bei den Tagesmüttern ist natürlich das Essen, alle kochen frisch. Linda Tannebaum kocht vegetarisch und seit zwei Jahren auch zuckerfrei. Jede Tagesmutter hat ihren eigenen Stil. Manche Tagesmutter kocht nur vegan, Gemüse und Obst ist aber immer dabei. Zu den Lieblingsessen der Kinder gehören alle möglichen Suppen, am liebsten mit Nudeln, und natürlich der Klassiker: Nudeln mit allen möglichen Soßen.

Koalitionsvertrag bereitet Sorge

Eine Vereinbarung im Vertrag der beiden Koalitionsparteien der Hessischen Landesregierung bereitet den Tagesmüttern große Sorge, nämlich die Ausweitung der kostenfreien Betreuung auch für U3-Kinder. „Wenn die U3-Plätze der Kommunen kostenfrei angeboten werden, während die Betreuung bei uns Tagesmüttern mit Kosten verbunden ist, dann entscheiden sich viele Eltern für das kostenfreie Angebot und uns wird so die Existenzgrundlage genommen“, so die vier Frauen unisono.

veröffentlicht am: 19.02.2019

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