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Kontrollen bei der Rinderhaltung

Bei der Kontrolle eines Milchviehbetriebes wurden massive tierschutzrechtliche Mängel festgestellt. Die Mehrzahl der Rinder brüllte auffällig laut. Insgesamt wurden fünf Tiere vorgefunden, deren Gesundheitszustand erheblich beeinträchtigt war. Eine tierärztliche Behandlung war bisher ausgeblieben.

Eine Kuh konnte aufgrund schwerer Verletzungen nicht mehr aufstehen und lag auf den Spalten des Laufstallbereiches fest. Das rechte Horn war abgerissen und die Stirnhöhle frei gelegt. Die Wunde war mit Kot verunreinigt. Das Tier wurde im Verlauf der Kontrolle durch den hinzugezogenen Hoftierarzt eingeschläfert.

Die übrigen vier erkrankten Tiere wurden medikamentös behandelt. Die Kälber hatten weder Raufutter noch Wasser zur Verfügung. Einige Kälber waren in zu engen Boxen untergebracht. Die Einstreu war stark verunreinigt und matschig. Die Sofortmaßmaßnahmen der Versorgung und Umstellung der Kälber wie auch die tierärztliche Behandlung wurden unter Aufsicht des Veterinäramtes vorgenommen.

Aufgrund der Schwere und Anzahl der vorgefundenen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und der mangelnden Einsicht des Tierhalters wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Des Weiteren wurde zur künftigen Vermeidung solch gravierender Missstände eine schriftliche Verfügung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens zur Bestandsreduzierung angeordnet.

Ein anderer Landwirt hatte zwei Bullen durch eine zu enge Anbindekette erhebliche Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt. Die Kontrolle ergab, dass beide Bullen tiefe Fleischwunden im Nackenbereich aufwiesen, die auf das Einwachsen der Ketten zurückzuführen waren.

Der Landwirt, der bereits das Rentenalter erreicht hatte, sah sich auch selbst überfordert und sicherte die baldige Beendigung der Tierhaltung zu. Es erging ein Bußgeldbescheid.

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