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Ein verlassener Schweinetransporter bei Okarben

An einem besonders heißen Nachmittag im Juli ging ein Notruf bei der Polizei ein. Ein zurückgelassener Schweinetransporter wurde auf einem Haltestreifen an der Bundesstraße in Okarben vorgefunden. Zum Zeitpunkt des Notrufs waren die Ventilatoren außer Betrieb, da die Stromversorgung durch das Abkoppeln der Zugmaschine nicht gewährleistet war.

Die Schweine standen bei einer Umgebungstemperatur von ca. 29°C und schwüler Witterung ca. eine Stunde lang in der Hitze. Der Fahrer hatte indes in einem Nachbarort Schweine entladen. Erst nachdem er damit fertig war, koppelte er die Zugmaschine wieder an und nahm die Lüftung in Betrieb.

In dem dreistöckigen Anhänger waren Mastferkel geladen. Wasser stand den Tieren nicht zur Verfügung. Der Fahrer konnte jedoch seinen Befähigungsausweis und die Zulassungspapiere vorlegen.

Nach Aussage des Fahrers sowie der Zieleingabe im Navigationssystem sollten die Mastferkel nach Vechta in Niedersachsen transportiert werden. Auf den Transportpapieren war jedoch Essen in Nordrhein-Westfalen als Abladeort eingetragen. Das erklärt sich so: Die Fahrt bis Vechta hätte insgesamt acht Stunden Fahrzeit überschritten und der Fahrer hätte die vorgegebenen Lenk- und Ruhezeiten nicht einhalten können.

Es wurde angeordnet, dass der Transport nicht fortgesetzt wird, sondern die Mastferkel wieder zurück zur Sammelstelle in Baden-Württemberg gebracht werden müssen. Das dortige Veterinäramt wurde verständigt. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet.

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