Kreisverwaltung

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Jugendschöffen und Jugendhilfsschöffen

Die Tätigkeit eines Jugendschöffen oder einer Jugendschöffin ist ein verantwortungsvolles Ehrenamt.
Das Wort „Schöffe“ leitet sich aus dem althochdeutschen Wort „sceffino“ oder „scaffin“ ab, was „der / die Anordnende“ bedeutet. Schöffinnen und Schöffen ordnen auch an, denn sie üben ein ehrenamtliches Richteramt aus und sind keineswegs nur zierendes Beiwerk einer Gerichtsverhandlung. Sie genießen die gleiche Unabhängigkeit wie die Berufsrichter/innen und sind allein an Recht und Gesetz gebunden, nicht an Grundsatzurteile höherer Gerichte oder Anträge der Staatsanwaltschaft. Sie haben das Recht, Fragen an Angeklagte, Zeugen und Sachverständige zu stellen.

Schöffinnen und Schöffen haben eine hohe Verantwortung gegenüber den Angeklagten, den Geschädigten und schließlich der Öffentlichkeit. Wer als Jugendschöffe oder Jugendschöffin ein Ehrenamt bei Gericht ausüben will, sollte erfahren im erzieherischen Umgang mit jungen Menschen sein. Das Schöffenamt verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit.

Das Gerichtsverfassungsgesetz Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.gesetze-im-internet.de/gvg/ und Jugendgerichtsgesetz Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.gesetze-im-internet.de/jgg/index.html stellen hohe Anforderungen an die Bewerbung. Grundsätzlich gilt: Wer Deutscher im Sinne des Art. 116 des Grundgesetzes ist, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, mit Beginn der Amtsperiode zwischen 25 und 70 Jahre alt ist, bereits mehr als ein Jahr in seiner Gemeinde oder Stadt des Wetteraukreises wohnt, ausreichende deutsche Sprachkenntnisse aufweist, gesundheitlich geeignet und nicht Vermögensverfall geraten ist, kann Schöffe oder Schöffin werden.

Von dieser Regel gibt es vielfältige Ausnahmen. Ausgeschlossen sind folgende Personen: wer wegen geistiger Gebrechen daran gehindert ist; wer infolge Richterspruchs die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt oder wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt worden ist; wer durch gerichtliche Anordnung in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt ist; Personen, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer Tat schwebt, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter zur Folge haben kann.

Ausgeschlossen sind auch: Regierungsmitglieder, Beamt/innen, die jederzeit einstweilig in den Warte- oder Ruhestand versetzt werden können; Personen aus Justiz, Polizei, Gericht, Vollstreckung, Strafvollzug, sowie Notare oder Rechtsanwälte, Religionsdiener/innen und Mitglieder solcher religiöser Vereinigungen, die satzungsgemäß zum gemeinsamen Leben verpflichtet sind. Auch wer acht Jahre lang als ehrenamtliche Schöffen/Schöffinnen in der Strafrechtspflege tätig gewesen ist und dessen letzte Dienstleistung zu Beginn der Amtsperiode weniger als 8 Jahre zurückliegt.
Weitere Allgemeine Informationen finden Sie unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.schoeffenwahl.de

Hier finden Sie Formulare zum Download

Bewerbungsbogen zur Jugendschöffenwahl

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMerkblatt zur Jugenschöffenwahl

24. Oktober: Fortbildung in der Ausländerbehörde

An diesem Tag werden keine Kundengespräche stattfinden. Am Freitag, 25. Oktober ist die Fachstelle wieder von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr erreichbar.

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachdienst Jugendhilfe - Grundsatz und Recht Europaplatz Gebäude B
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Sylvana Bromm Telefon 06031 83-3203 Fax 06031 83-913203 E-Mail Sylvana Bromm