Kreisverwaltung Wetterau

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Düngerecht

  • Vollzug des Düngegesetzes
  • Düngeverordnung: Kontrolle und Überwachung der Düngemittelanwendung nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis
  • Düngemittelverordnung: Durchführung der amtlichen Düngemittelverkehrskontrolle im Wetteraukreis
  • Aufnahme von Ordnungswidrigkeiten

Das Düngegesetz sowie die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen regeln die Anwendung und das Inverkehrbringen von Düngemitteln.
Laut Düngegesetz dürfen Düngemittel nur nach guter fachlicher Praxis angewandt werden. Die Düngung muss nach Art, Menge und Zeit auf den Bedarf der Pflanze und des Bodens unter Berücksichtigung der im Boden verfügbaren Nährstoffe und organischen Substanz sowie den Standort- und Anbaubedingungen ausgerichtet sein. Entsprechende Anwendungskriterien werden in der Düngeverordnung (Verordnung über die gute fachliche Praxis beim Düngen) konkretisiert.
Die Düngemittelverordnung definiert die Anforderungen an das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird im Rahmen der amtlichen Düngemittelverkehrskontrolle (DVK) durch den Fachdienst Landwirtschaft überwacht.

Das Düngegesetz, sowie die Düngeverordnung wurden dabei letztmalig im Jahr 2017 novelliert. Daraus resultieren weitreichende Änderungen bei der Anwendung von Düngemitteln in der Praxis. So ist vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen der Düngebedarf für Stickstoff (N) und Phosphat (P) anhand von ertrags- und kulturspezifischen Bedarfswerten für jeden Schlag oder Schlageinheit schriftlich zu ermitteln. Zudem gelten verlängerte Sperrfristen für die Ausbringung von N- und P-Düngern auf Grün- und Ackerland, verbunden mit einer reduzierten, maximal zulässigen Herbst-N-Düngung. Neu ist auch erstmals eine Sperrfrist für die Ausbringung von Festmist von Huf- und Klauentieren, sowie für Kompost. Darüber hinaus gibt es verschärfte Anwendungsbestimmungen hinsichtlich der Ausbringung von Düngemitteln entlang von Gewässern, der Einarbeitung organischer und organisch-mineralischer Düngemittel, der Ausbringung von Harnstoffdüngern, sowie der Lagerung  und Ausbringung flüssiger und fester Wirtschaftsdünger.

Die sich aus den neuen Anforderungen ergebenden Verpflichtungen, sowie die Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten können Sie dem untenstehend verlinkten Merkblatt entnehmen. Zudem stehen hier auch Vordrucke zur Aufzeichnung und Ermittlung des Düngebedarfs für N und P, sowie das dazu notwendige Tabellenwerk aus der Düngeverordnung zum Download bereit.

Quelle: Regierungspräsidium Kassel/ J. Volz

Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Informationen zum Thema Düngeverordung finden Sie über diesen Link auf den Seiten des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen

Dokumente

Zuständig

Landwirtschaft

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachdienst 4.2 Landwirtschaft - Agrarfachaufgaben Homburger Straße 17
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Jannick Volz Telefon 06031 83-4222 Fax 06031 83-914222 E-Mail Jannick Volz