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Integration von Kindern mit Behinderung in Kindertagesstätten und Schulen

Damit Kindern mit Behinderung die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird, ist es die Aufgabe des örtlichen Trägers der Eingliederungshilfe dem Kind die Teilnahme am Besuch einer wohnortnahen Kindertagesstätte, als auch Schule durch eine Integrationsmaßnahme zu ermöglichen oder zu erleichtern. Jedem Kind mit Behinderung soll die Eingliederung in die Gesellschaft ermöglicht werden, um alle Kinder in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen.

Voraussetzung für einen Integrationsplatz in der Kindertagesstätte:
Kinder vom vollendeten 1. Lebensjahr bis Schuleintritt, die eine drohende oder bestehende Behinderung haben und die aufgrund ihrer Behinderung zusätzlicher Hilfen bedürfen, zählen zu dem anspruchsberechtigten Personenkreis für einen Integrationsplatz in der Kindertagesstätte.
Notwendige zusätzliche pflegerische und medizinisch-therapeutische Hilfen fallen in den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. der Pflegeversicherung und werden durch diese abgedeckt.

Ist eine Kindertagesstätte/Kindergarten zur Betreuung von Kindern mit Behinderung berechtigt, so steht zusätzliches Betreuungspersonal (Fachkraft) mit 15 Wochenstunden pro Integrationskind über 3 Jahren bzw. 13 Wochenstunden pro Integrationskind unter 3 Jahren für die Sicherstellung der zusätzlichen Hilfen zur Verfügung. Der Wetteraukreis als örtlicher Träger der Eingliederungshilfe vergütet diesen Aufwand mit einer Maßnahmenpauschale.

Da die Integration in einer Kindertagesstätte im unmittelbaren Wohnumfeld des Kindes mit Behinderung stattfinden soll, ist eine Beförderung zur Kindertagesstätte in der Regel nicht notwendig.

Voraussetzungen für einen Integrationsplatz in der Schule:
In Schulen ist es die Aufgabe des örtlichen Trägers der Eingliederungshilfe dem Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft  zu ermöglichen oder zu erleichtern. Eine Maßnahme der Eingliederungshilfe ist die Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung.

Diese umfasst Maßnahmen für Kinder mit Behinderung, wenn sie geeignet sind den Schulbesuch im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht oder der Sonderschulpflicht im Rahmen ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen oder zu erleichtern. Im Einzelfall kann dies bedingen, dass dem Kind ein Teilhabeassistent/eine Teilhabeassistentin für den Schulbesuch zur Seite gestellt wird.

Lassen Grad und Schwere einer Behinderung ein Erreichen der Schule mittels zur Verfügung stehender Schulbusse nicht zu, so besteht abweichend von den durch die Verkehrsgesellschaft Oberhessen organisierten Fahrtmöglichkeiten, eine auf die individuellen Bedürfnisse des Menschen mit Behinderung abgestimmten Beförderung zu finanzieren.

Bei Integrationsmaßnahmen sind alle Möglichkeiten einer kostengünstigen Beförderung zu nutzen.

Benötigte Unterlagen

Für die Antragstellung für eine Integrationsmaßnahme in einer Kindertageseinrichtung werden folgende Unterlagen benötigt:

  • gemeinsamer formeller Antrag der/des Erziehungsberechtigten und des Trägers
  • mit Unterschriften aller Sorgeberechtigten
  • mit nur einer Unterschrift ist der Sorgerechtsnachweis nötig: nach Scheidung z.B. Kopie des Scheidungsurteils; bei unehelichen Kindern ist der Negativbescheid (erhältlich bei der Beistandschaft des Wetteraukreises) erforderlich, oder der Nachweis der Vormundschaft.
  • ärztliche Befunde (nicht älter als 12 Monate)
  • Therapeutenberichte (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie...)
  • Pflegegutachten
  • Schwerbehindertenausweis

Entsprechende Vordrucke (Antragsformular und Hilfeplan) befinden sich unten unter der Rubrik Dokumkente im Download

Für die Antragstellung bei der Integration an Schulen werden folgende Unterlagen benötigt:

für eine Teilhabeassistenz

  • formeller Antrag mit Unterschriften aller Sorgeberechtigten
  • mit nur einer Unterschrift ist der Sorgerechtsnachweis nötig: nach Scheidung z.B. eine Kopie des Scheidungsurteils; bei unehelichen Kindern ist der Negativbescheid (erhältlich bei der Beistandschaft des Wetteraukreises) erforderlich, oder der Nachweis der Vormundschaft.
  • formeller Antrag der Schule (Anlage Schule)
  • Zuweisung zur Schule (Bescheid des Staatlichen Schulamtes)
  • ärztliche Befunde (nicht älter als 12 Monate)
  • Berichte von Therapeuten (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie...)
  • Pflegegutachten
  • Schwerbehindertenausweis

für die Schülerbeförderung (außer zu Privatschulen)

  • formloser Antrag, mit Unterschriften aller Sorgeberechtigten
  • kurze Erläuterung, aus welchen Gründen die Nutzung der zur Verfügung stehenden öffentlichen Verkehrsmittel nicht möglich ist
  • Vorlage von mindestens zwei Kostenvoranschlägen von Beförderungsunternehmen
  • Zuweisung zur Schule (Bescheid des Staatlichen Schulamtes)
  • ärztliche Befunde (nicht älter als 12 Monate)

Dokumente

Ansprechpartner/innen

Integrationsmaßnahmen in Kindertagesstätten und Schulen

Name Telefon Fax Raum E-Mail
Claudia Göbel 06031 83-3328 06031 83-913328 6 E-Mail
Susanne Guder 06031 83-3338 06031 83-913338 13 E-Mail
Manuel Hofmann 06031 83-3329 06031 83-913329 10 E-Mail
Heike Kluin 06031 83-3211 06031 83-913211 16 E-Mail
Simone Schäfer 06031 83-3628 06031 83913628 14 E-Mail

Zuständig

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Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Fachstelle Teilhabe junger Menschen Pfingstweide 7a
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Jana Seemann Telefon 06031 83-3631 Fax 06031 83-913631 E-Mail Jana Seemann

Postanschrift

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Fachstelle 3.3.5
Teilhabe junger Menschen
Europaplatz
61169 Friedberg