Kreisverwaltung

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Verwaltung stellt sich vor

Lebensmittelkontrolleur - Abwechslung zwischen Büro und Außendienst

Hanno Gerstenberg mit Messgerät. Foto: Adrian Nestoriuc

Hanno Gerstenberg hat ein bewegtes Berufsleben hinter sich. Als gelernter Küchenmeister war er zunächst in einem Hotel, kochte in Mensen und Cafeterien und war Betriebsleiter einer Krankenhausküche. Auch hat er einige Jahre auf hoher See gekocht. Eine Krankheit zwang den heute 62-Jährigen zum Berufswechsel. Er bildete sich zum Lebensmittelkontrolleur weiter. Nach Stationen in Baden Württemberg und Niedersachsen arbeitet er seit 2006 beim Wetteraukreis.

Bäckereien, Lebensmittelläden, Restaurants oder Krankenhäuser, Supermärkte, Mezgerein und Kitas. Überall dort, wo der Mensch mit Lebensmitteln in Berührung kommen, werden Hanno Gerstenberg und seine Kollegen aktiv.

Bei angemeldeten, aber auch unangemeldeten Kontrollen überprüft er, ob Hygienestandards eingehalten wurden und Lebensmittel frei von Keimen sind. Vor Ort nimmt er Proben und schickt diese zu verschiedenen Landeslaboren. Dort wird überprüft, ob sich in den Proben krankmachende Keime finden. Manchmal reicht aber auch schon das bloße Auge, um zu erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist. „Vorne im Restaurant sieht alles tipptopp aus. Und dann gehen Sie hinten in die Küche und da sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen“, beschreibt er eine Situation, die er immer mal wieder antrifft.

Ist die Situation besonders gravierend, setzt Hanno Gerstenberg auch mal eine kurzfristige Schließung eines Restaurants durch. Klar, dass die Betreiber das mitnimmt. Eine gewisse Raubeinigkeit sei deshalb wichtig, so Gerstenberg.

Meist jedoch sind die Personen, denen er begegnet, einsichtig und erkennen die Fehler an. Positiv wirkt sich da auch die freundliche, aber bestimmende Art Gerstenbergs aus. Er wirkt deeskalierend, hört sich die Sorgen und Nöte der Menschen an und legt die zu ergreifenden Maßnahmen mit Augenmaß fest. „Wir wollen die Leute ja nicht kaputt machen“, erläutert der 62-Jährige.

Auch bei großen Lebensmittelrückrufen sind die Lebensmittelkontrolleure gefragt. Zwar werden die Rückrufe über das Regierungspräsidium gesteuert, Hanno Gerstenberg überprüft jedoch vor Ort, ob die Rückrufe auch sachgerecht erfolgen.

Den wohl sonderbarsten Einsatz hat Gerstenberg mal in einem Erotikshop erlebt. Dorthin hatte ihn die Polizei gerufen, weil Pulver und Tabletten verkauft wurden, die im Verdacht standen, völlig wirkungslos zu sein. Da der Laden eher zwielichtig wirkte und wegen ihrer Beschaffenheit nahm er damals sogar Proben von Damenunterwäsche, um auszuschließen, dass diese Gesundheitsprobleme auslösen könnten.

 Abwechslung zwischen Büro und Außendienst

 Diese Abwechslung ist es, die den leidenschaftlichen Hobbypiloten Hanno Gerstenberg am meisten an seinem Beruf gefällt. Büroarbeit und Außendienst wechseln sich innerhalb eines Tages ab, stets hat er mit vielen verschiedenen Menschen zu tun. Auch die hohe Eigenverantwortlichkeit und die mit seiner Arbeit einhergehende Verantwortung schätzt er sehr.

Schaut er auf seine Jahre in der Lebensmittelüberwachung zurück steht für Gerstenberg fest, dass die Anforderungen in den letzten Jahren gestiegen sind. Insbesondere durch neue Gesetze gibt es immer wieder Veränderungen, die eine regelmäßige Weiterbildung erfordern.

Meisterprüfung notwendig

Wer den Beruf des Lebensmittelkontrolleurs ergreifen will, muss eine Meisterprüfung in einem Lebensmittelberuf erfolgreich abgeschlossen haben. Anschließend folgt noch eine zweijährige Ausbildung.

veröffentlicht am: 24.06.2019

24. Oktober: Fortbildung in der Ausländerbehörde

An diesem Tag werden keine Kundengespräche stattfinden. Am Freitag, 25. Oktober ist die Fachstelle wieder von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr erreichbar.

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